Häkeln
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Zum Einhäkeln der herausstehenden Haare benötigt man eine Häkelnadel. Diese sollte nicht zu dick sein, damit man leichter durch den Dread stechen kann und dadurch auch keine großen Löcher entstehen. Jedoch sollte die Häkelnadel auch nicht zu klein sein, da sie sonst die losen Haare nicht erfassen kann. Die Dicke der Häkelnadel ist davon abhängig, wie alt und wie fest die Dreads sind. Es gilt der Grundsatz: Um so neuer (lockerer) die Dreads, desto dicker die Häkelnadel und dementsprechend, um so älter (fester) die Dreads, desto dünner die Häkelnadel (meist 0,6 - 2,5 mm Dicke)
Das Einhäkeln lässt sich in mehrere Phasen unterteilen:
- Phase 1: Die losen Haare zu einer Strähne zusammenzwirbeln:
Zunächst wird ein geeigneter Dread gesucht, aus dem viele einzelne Haarfussel abstehen (Abb.1). Diese Haarfussel werden zu einer kleinen Strähne zusammengefasst (Abb.2). Dies erreicht man am besten, indem man die Haare zwischen Daumen und Zeigefinger zusammen zwirbelt.
- Phase 2: Haarsträhne an Häkelnadel "befestigen":
Nun kommt die Häkelnadel ins Spiel. Man sticht die Häkelnadel auf der gegenüberliegenden Seite der Strähne durch den Dread, sodass der Haken der Nadel auf der Seite der Strähne wieder zum Vorschein kommt (Abb.3). Jetzt wird die Strähne um die Häkelnadel gewickelt (Abb.4). Dies erreicht man, indem man die Strähne fest hält und mit der Häkelnadel kreisende Bewegungen um die Strähne macht. Oder man wickelt ganz einfach die Strähne einige Male um die Häkelnadel, was den gleichen Effekt hat.
- Phase 3: Häkelnadel zurück aus dem Dread ziehen:
Ist die Strähne ausreichend an der Häkelnadel befestigt, zieht man die Häkelnadel wieder aus dem Dread heraus (Abb.5) und die Strähne befindet sich auf der anderen Seite des Dreads (Abb.6). Ein Stück der Strähne verschwindet jedoch im Dread, wodurch sie ein Stück kürzer wird.
- Phase 4: Wiederholen von Phase 2 und 3:
Jetzt werden die Phasen 2 und 3 wiederholt, bis die Strähne komplett im Dread verschwunden ist und nicht mehr aus dem Dread heraussteht. Wenn alles gut funktioniert, bekommt man einen Dread mit deutlich weniger losen Haaren (Abb.7).
Tipps aus Erfahrung
Diagonal bzw längs durch den Dread stechen, damit Strähnen auch im Dread verbleiben (Bilder zeigen zu steilen Winkel)
- +Mehr Reibungsfläche->mehr Halt-> festerer Filz -> weniger Arbeit auf lange Sicht
- +keine Schlinge, wenn die Strähne doch herausrutscht.
- +weniger Knötchenbildung
- +gleichmäßigeres, besseres Aussehen
Öfter mal Richtung ändern, Strähne zwischendurch nach oben ziehen.
- +mehr Halt
- +man kann ausgedünnte Stellen gezielt verstärken
- Profis können ein ZickZack innerhalb des Dreads versuchen (Ösen bilden und durchziehen)
je feiner die Häkelnadel, je feiner die Strähnen, umso besser der Filz
- +weniger Arbeit auf lange Sicht
Grobe Nadel für Notfälle benutzen (Bewerbungsgespräche etc). Zopf machen, Strähnen rausziehen und grob einhäkeln
- +geht extrem schnell (Kopf unter 10min bei 100 Dreads)
- -hält nicht lange
Häkeln geht mit etwas Übung auch blind.
- Ich häkel regelmäßig beim DVD schauen. Mittels Spiegel auf dem Tisch sehe ich wo noch was zu tun ist und kann sogar Ansätze und den Hinterkopf bearbeiten.
- Grundsätzlich eignet sich jede Tätigkeit, wo man die Hände nicht unbedingt braucht. Sogar Bücher lesen.
- +spart Zeit, trainiert das Hirn ;)








